Viktoria Burkert

Meine Geschichte

Kindheit

1980 werde ich in Wuppertal geboren. In der Grundschule spiele ich beim Grippenspiel ein Schaf und auf dem Gymnasium im Musical Knasterbax und Siebenschütz einen Spatzen.  Ich erhalte Klavierunterricht bei Tamara Schepps.

1995

Im Fernsehen läuft Little Shop of Horrors und ich sitze zufällig davor. Ein Wow-Moment! Dass es so etwas gibt, Menschen in einem Film singen! Am nächsten Tag kaufe ich mir von meinem Taschengeld die CD, höre sie rauf und runter und spiele in meinem Kinderzimmer mit einem Besen in der Hand Seymour Krelborn nach. Kurz darauf entdecke ich The Rocky Horror Picture Show und Shock Treatment und werde ein Fan dieser Musicals. Mein Umfeld ist ratlos.


1996-1997

Ich verbringe ein Jahr in den USA. An meiner High School in Rockford / Illinois belege ich die Fächer Drama Class und Madigral Choire. Ich singe für das Musical The Fantasticks vor und freue mich riesig, als ich meinen Name auf der Castingliste an der Auditoriumstür lese (Yeah! I'm in it! I am ... the Mute ... What is a mute? Oh ...). Zudem entdecke ich die Sitcoms Seinfeld und Ellen,  schaue mir in New York Rent an und nehme alle Folgen der wöchentlichen Dr. Demento Radio Show auf Kasette auf.


1997-1999

Zurück in Wuppertal bereite ich mich auf das Abitur vor und übernehme die Leitung der Schulzeitung Bildungslücke. Ich nehme Gesangsunterricht bei Dora Brockmann und spiele in einer Operettenrevue (Die Fledermaus, Die lustige Witwe, Gräfin Mariza) sowie in Händels Acis und Galatea  mit.


1999-2004

Zum Studium ziehe ich nach Köln und lerne kurz darauf Gerd Buurmann bei einer Literaturlesung kennen. Mit dem Schriftsteller Lota Ponitka gründen wir die wöchentliche Lesereihe Literatur um Acht (quasi der Vorläufer der Kunst gegen Bares). Im Frühjahr 2002 bringen Gerd und ich die Revue Die Welt ist nach dem 11. September nicht mehr die, die sie vorher schon nicht war auf die Bühne. Wir gründen den Solana Theater e.V. und führen im Hinterraum des Café Duddels mehrere Theaterstücke auf, u.a. Bernsteins Wir drei, Tschechows Der schwarze Mönch und Shakespeares Macbeth.


2007

Ich schließe mein Studium mit einer Arbeit über Kants Kritik der Urteilskraft ab. Mein erster Job als Magistra Artium in Philosophie, Germanistik und Anglistik: Ich verkaufe Holzspielzeug auf dem Weihnachtsmarkt am Kölner Dom.

Januar 2008

Gerd und ich heiraten. Wir feiern im Severins-Burg-Theater und ich trage ein albernes Hochzeitskleid aus dem Second Hand Shop. Kurz nach Mitternacht verhindere ich eine Schlägerei.


2008-2010

Ich bin als freie Mitarbeiterin am Severins-Burg-Theater Köln tätig, gestalte die Homepage, betreue Gastspiele und schreibe mein erstes Theaterstück Morgen noch hier, das 2010 zur Aufführung kommt.

2010-2015

Die Lücke in meinem künstlerischen Lebenslauf. Oder wie eine Freundin diese Lücken nennt: Lehrjahre. Ich wende mich vom Theater ab. 2010 zieht ein Welpe bei uns ein. 2013 mache ich eine Ausbildung zur Hundetrainerin und werde mit einer Hundeschule selbstständig.  Ich mache Fotos und belege 2013 den 3. Platz beim Fritz-Gruber-Fotowettbewerb der Universität zu Köln. Ein Jahr später hängt das Foto links großformatig in einer Ausstellung im Ruhrgebiet. Zur Eröffnung gehe ich nicht. Das Theater fehlt mir, aber ich spüre, dass es falsch wäre, mich mit irgendwas auf die Bühne zu wagen. Ich frage mich, woran es liegt. Schließlich suche ich mir Hilfe.


Juli 2015

Ich beginne eine Therapie und stelle mich den Traumata meiner Kindheit. Während dieser intensiven Zeit nehme ich an Online-Kursen zu Screenwriting und Story Structure teil und schreibe mehrere Einakter.


November 2015

An einem Sonntag im November kaufe ich eine Gitarre auf dem Flohmarkt. Während ich sie nach Hause trage, bin ich aufgeregt und muss die ganze Zeit grinsen. Ich spüre: Jetzt beginnt etwas Neues. Ich bringe mir vier Akkorde bei (C, Em, Am, D) und schreibe mein erstes Lied.

Februar 2016

Mit Die Ballade von Herrn Gruber trete ich bei der Kunst gegen Bares Köln auf und mache den 1. Platz. Eine Zugabe kann ich nicht geben, da ich bisher nur dieses eine Lied habe.


März 2016

Meine Therapeutin sagt, dass das Leben kein Ponyhof ist, und entlässt mich in die Welt. Ich schreibe weitere Lieder und trete von nun an regelmäßig  auf Offenen Bühnen und in Kleinkunstshows auf.


Dezember 2016

Mein Theaterstück Nacht mit Bär feiert im Theater Tiefrot Köln Premiere.


2018
Seit März nehme ich Gitarrenunterricht bei Andreas Vandenhoff. Im August organisiere ich die erste Acoustic Night in Köln, eine Offene Bühne für Singer/Songwriter. Im Oktober schreibe mich an der Bergischen Universität Wuppertal für ein Promotionsstudium in Philosophie ein. Und Anfang Dezember treten Christian Gottschalk und ich erstmals mit unserem humorvollen Liederabend unter dem Titel Schmerz plus Zeit auf.

 
2019-2020

Seit 2019 stehe ich gemeinsam mit Gerd Buurmann in unseren Comedy-Programmen Das Leben - ein Nudelsalat und Ach ja, der Sinn des Lebens auf der Bühne und im September 2020 spiele ich bei der Late Night Comedy im Wirtzhaus des Atelier Theaters erstmals ein kleines Solo-Programm.

 

Anfang 2021 beginne ich, meine Begeisterung für Geschichten, Musik und Comedy zu verbinden und arbeite  an einem ersten Musical.

 

Hier gibt es eine Übersicht über bisherige Auftritte und Projekte.